San Francisco (2)

Donnerstag, 28. Juni 2012 – 65. Reisetag

San Francisco International Airport

Die bei Hertz maximal zulässige Mietdauer läuft heute ab. Also versuchen wir, den Highway zum Flughafen zu finden. Verschiedene Baustellen hindern uns daran und die Umleitungen sind im dichten Verkehr ein Horror. Garmin scheint überfordert. Wir schaffen es aber mit einigen Anläufen und erreichen den Highway, auf dem reger Verkehr herrscht und staunen kurz darauf, wie gross der San Francisco International Airport ist. Alle Mietwagenfirmen sind in einem Parkhaus. Hertz belegt das Erdgeschoss für sich allein, wo man das Auto auf einem der vier Bahnen abstellen kann. Eine Dame mit einem Erfassungsgerät streckt dieses in das Auto und schon rattert der Drucker die Kreditkartenbelastung aus über $500 für den Rücktransport nach Chicago und einige Dollars für den nicht ganz gefüllten Tank. Sie hat ihre Arbeit getan und verlässt und ohne Gruss und Dank. Hertz haben wir ja nur gewählt, weil diese als einziger Vermieter einen 4WD bestätigt hatten. Der Toyota war fantastisch. Über 10‘000 km gefahren ohne irgendein Problem. Das Mietverhältnis ist zu Ende. Mit der Einschienenbahn fahren wir zum Terminal, um uns für den Rückflug vertraut zu machen. Von dort geht es mit der Metro zurück in die Stadt.

„Embarcadero“

Wir sind nun Fussgänger! Da wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von San Francisco schon früher fast alle gesehen haben, beschränken wir uns darauf, nur einige wenigen Orte zu besichtigen. Wir wollen einfach gemütlich herumschlendern, unsere beiden letzten Tage voll geniessen und Impressionen sammeln. Wir beginnen mit einem Spaziergang entlang des „Embarcadero“. Die ms „The World“ liegt im Hafen vor Anker. Silvia zeigt, wo sie gerne ein Appartement haben möchte.

„San Franciso Cable Cars“

An diesem sonnigen Nachmittag setzen wir uns auf die Sitzgelegenheit bei der Drehscheibe der „Cable Cars“ am Ende der Hyde Street. Dort werden die Tramwagen von Menschenhand gewendet  Es ist die einzige verbliebene Kabelstrassenbahn der Welt mit entkoppelbaren Wagen. Drei Linien sind noch im Betrieb. Die Schlange der Leute, die für eine Fahrt anstehen, ist über 100 m lang und es geht nur sehr langsam vorwärts, weil nicht zu viele Cars gleichzeitig am Seil angehängt werden dürfen. Wir verzichten auf eine Fahrt und geniessen Treiben und beobachten die vielen übergewichtigen Leute.

„Fisherman’s Wharf“

Bei jedem Besuch in dieser Stadt zieht es uns immer in dieses weltbekannte historische „Food and Event“ Viertel Fisherman’s Wharf“, das aber mit Pier 39 bei einem Bummel, einem Snack oder einem Drink mit dem Pier 45 eher zu den Touristenfallen gezählt werden kann.

]Alioto’s

Schon früher hat mich das Lokal von Peter Alioto angezogen und auch heute beschliesen wir, den Abend im „Alioto’s Restaurant“ zu verbringen, in einem der führenden „Seafood“ Restaurants der Stadt. Zuerst im Erdgeschoss, wo es uns aber zu laut und zu eng ist. Wir ziehen hinauf in das Obergeschoss, werden aber noch gewarnt, dass es dort teurer sei, weil „Fine Dining“ angeboten werde. Wir lassen uns aber nicht abhalten und erhalten sogar den besten Tisch mit Blick auf die Boote. Die Golden Gate Bridge können wir lange nicht sehen, weil sie von Wolken umhüllt ist. Sie zeigt sich später aber noch. Wir geniessen die Austern, den Lobster und den feinen Wein.

Dann der grosse Schreck als der Kellner meldet, dass die Visa-Karte nicht akzeptiert wird, Ich versuche es erfolglos an einem Automaten im Geschäft nebenan. Wir hinterlassen im Aliotos einen Ausweis und fahren mit dem Taxi ins Hotel, telefonieren mit zwei Beamten von VISA und der UBS, die aber nicht wirklich helfen wollen. Waren die wirklich nicht in der Lage, die Kreditimite für ein paar Tage zu erhöhen? Im Hotel beziehen wir mit einer anderen Kreditkarte Bargeld, damit uns das Gleiche nicht noch einmal passiert. Dann fahren mit dem Taxi zurück zum Restaurant, bezahlen und machen uns auf den letzten Spaziergang vorbei am Embarcadero zurück ins Hotel, wo wir uns noch einen Schlummertrunk genehmigen.

Erkenntnisse des Tages:

  • Verlass‘ Dich nicht auf eine einzige Kreditkarte sondern verwende abwechslungsweise verschiedene.
  • Glaube nicht, das Dir Deine Bank in einer schwierigen Situation wirklich hilft…

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