Escalante – Torrey

Donnerstag, 31. Mai 2012 – 37. Reisetag

Kein Wölkchen am Himmel. Es ist warm. Unser Gastgeber präsentiert eine Art Fozelschnitte mit Brombeeren und Rührei. Dann verlässt er uns. Er bringt eine seiner fünf Katzen zum Scheren. Wir brechen auf und versorgen uns mit Proviant. Wir haben heute nur eine stressfreie ruhige Fahrt von  etwa 100 km auf dem Highway 12  vorgesehen, unterbrechen unsere Fahrt aber schon nach einer halben Stunde.

„Calf Creek Falls“

Dieser Canyon ist ein Teil des Grand Staircase-Escalante National Monuments, beim Eingang al „Calf Creek Recreation Area“ bezeichnet.. Als Inhaber des Jahrepasses „America The Beautiful“, den wir in St. Louis gekauft haben, müssen wir keine Parkgebühr bezahlen. Der 6 Meilen lange Weg wird als „moderately difficult due to sandy sections“ bezeichnet. Es geht über Felsbrocken und Sand. Das rauschende Wasser im Creek begrüsst uns. Dann aber verschwindet der Bach im engen Tal und wir hören ihn erst wieder nach einer Stunde. Dann verschwindet er wieder. Nach unendlich vielen Trinkstopps schaffen wir es in 1 ¾ Stunden. Wir geniessen den 126 ft hohen Fall mit den frisch zubereiteten Brötchen aus dem Subway Laden. Den Rückweg schaffen wir in weniger als 1 ½ Stunden. Kurz vor dem Ende des Trails finden wir im Schatten eine Pumpe mit Trinkwasser. Unser Wasservorrat ist beinahe versiegt. Wir füllen unsere Flaschen und lassen uns das kühle Nass über Kopf und Hals sprudeln. Das ist eine Wohltat, wenn sich der Körper wieder von der Hitze erholen kann. Es dürften einiges über 30 Grad gewesen sein (Celsius natürlich).


Was nun folgt ist zuerst eine spektakuläre Passfahrt. Keine Leitplanken und nur ansatzweise Pannenstreifen. Wehe dem, der auf der Talfahrt einen Bremsdefekt hat. Die Strasse führt über eine Krete, wo es auf beiden Seiten steil hinuntergeht. Mehr als 25 Meilen sind nicht erlaubt. Nach einigen Meilen verändert sich die Landschaft total. Waren es zuerst grüne Bäume, die mit ziemlich kahlen Bäumen abwechseln. Es folgt der „Dixie Travel Forest“. Es wird immer grüner. Die Strasse liegt auf 2800 m.ü.M. Wir blicken hinunter ins Tal mit ganz verschiedenen Felsformationen im Hintergrund.

Torey

Wir erreichen Torrey und das Best Western. Wir erhalten ein Zimmer „mit schönem Ausblick auf die Felsen“. Allerdings hätten  wir unsere Koffern eine längere Treppe hinuntertragen müssen. Wir verlangen ein anderes Zimmer. Die auf Strassenniveau liegenden Zimmer seien ausgebucht, da sie noch einige Cargruppen erwarten, wird uns entgegnet. Die Dame an der Rezeption meinte noch, den Buspassagieren müssen sie einen Concierge-Service bieten…, Das neue Zimmer befindet sich in einem Nebengebäude, ist aber schöner, hat aber nicht mehr so eine spektakuläre Aussicht auf die Berge. Ich werde wohl an der Best Western Servicebeurteilung teilnehmen. Nichts auszusetzen gibt es am Nachtessen und am Zimmer.


Merke: Die besser zugänglichen Zimmer gehen an die Bustouristen. Die voll und im Voraus zahlenden Gäste sollen ihre schweren Koffer selber in ihre Zimmer schleppen. Das Hotelpersonal stellt den Gruppenreisenden das Gepäck vor die Zimmertüre.