„Grand Staircase Escalante“

Mittwoch, 30. Mai 2012 – 36. Reisetag
Um 06.00 h schrillt der Wecker. Um 07.30 h wird das Frühstück serviert, nach Toms spezieller Küche mit Eier- und Käsekuchen, einem Mohn-Muffin und mit Wassermelonen und Café, so viel man will. Nach dem Einkauf im Dorfladen, bei dem uns überraschenderweise ein junges Schweizerpaar guten Morgen wünscht, fahren wir auf dem Highway 12 etwa 8 km und biegen dann ab rechts ab auf die „Hole in the Rock Road“. Auf der wohl rumpligsten „Dirt Road“, die wir bis anhin erlebt haben, teilweise nur im Schritttempo, damit unser Auto nicht auseinanderfällt und mitten in Staubwolken wenn uns stärkere Fahrzeuge überholen. Dann kommt auch noch Gegenverkehr. Eine riesige Viehherde zwingt uns zum Halt, da der Trieb sowohl das Wiesland, als auch die Strasse beanspruchen.

Nach etwa 20 km erreichen wir unser ausgesuchtes Ziel:

„Devil’s Garden“

Unmittelbar hinter dem Parkplatz stehen die ersten Hoodoos. Wir laufen dem „Wash“ entlang, erklimmen die Hügel und bestaunen von allen Seiten die wunderlichen überdimensionalen Sandfiguren, die meist auf riesigen Sockeln stehen. Es ist heiss und wir trinken extrem viel Wasser. Unser Tour endet am „Metate Arch“, ein faszinierender Borgen. Wir sehen von weiteren längeren Aufstiegen zu anderen Sehenswürdigkeiten ab und fahren zurück auf den Highway. Geniessen Sie unsere Aufnehmen, die wir mitgebracht haben.

„Moqui Marbles“

Irgendwo haben wir von „Moqui Marbles“ gelesen. Wir suchen in diesem Gebiet und landen schliesslich auf einer so tiefen Sandpiste, auf der wir nur noch mit grösster Mühe wenden konnten. Wir verzichten danach auf einen längeren Fussweg. Wir sind wohl am richtigen Ort. Das einzige Zeichen, das wir von anwesenden Menschen sehen, ist ein verlassenes blaues Zelt in der Wildnis mit herumliegenden Plastik-Kinderspielsachen. Wir ziehen es vor, uns dem Zelt nicht zu nähern und fahren zurück. Im Visitor-Center erkundigen wir uns nach diesen „Moki Murmeln“. Eine junge Rancherin erklärt uns, dass diese restlos verschwunden sind. Kein Wunder. Heute ist es verboten, Marbles mitzunehmen. Etwas spät, denn es hat ja keine mehr! Unser B&B-Gastgeber hat ja auch eine Sammlung von mehreren Steinen. Schaden, dass diese verschwunden sind. Mittagessen ist um 15.00 h im Restaurant gegenüber unserem Nachtlager. Pizza ist angesagt.

„Escalante’s Petrified Forest“

Um halb fünf machen wir noch einen Ausflug, verbunden mit einen halbstündigen und teilweise happig steilen und teilweise sandigem und rutschigen Aufstieg. Mit viel Wasser im Rucksack und Wanderstöcken schaffen wir es, obwohl es fast heisser ist als zur Mittagszeit. Und wir sind ja immer noch auf 1,787 m.ü.M.! Wir erkundigten uns bei einer Dame, die auf dem Rückweg war. Sie meinte es sei oben „very pretty“. Das gilt definitiv nur für diejenigen, die noch nie den Petrified Forest in Arizona besucht haben, denn die schönen Steine konnte man an den Fingern abzählen. Den einzigen grossen und schönen Stein fanden wir am Schluss des Trails, unmittelbar vor dem Abstieg. Damit geht’s zurück zum Nachtessen, das wir wieder beim Sonnenuntergang vor dem Zimmer geniessen. Das Abendrot verschwindet im wieder stärker aufkommenden Wind. Wird das Wetter morgen ändern?