Las Vegas NM – Santa Fe

Vorerst möchten wir uns bei Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser unserer Webseite entschuldigen, dass Sie über eine Woche auf diesen Beitrag warten mussten.

Wir hatten Probleme mit der Übertragung der Fotos auf die Webseite. Die Bilder liessen sich nicht mehr in voller Grösse öffnen. Das Problem ist erkannt. Die Mängel sind aber auf einigen Seiten noch nicht vollständig behoben.

Ein Hinweis: Durch Anklicken eines Vorschaubildes erscheinen die Fotos nun wieder in voller Grösse, bzw. mit dem Anklicken des dritten Rechtecks im rechten Streifen unten neben dem Bild. Oben hat es einen braunen Viertelkreis. Wenn Sie diesen Anklicken, sind Sie wieder zurück auf der Textseite.

Wir bemühen uns, inskünftig wieder mindestens zwei Beiträge pro Woche zu produzieren. Wir freuen uns auf Ihre Besuche und danken für Ihre Geduld und für Ihr Verständnis.

Dienstag, 15. Mai 2012 – 21. Reisetag

Eine Gruppe junger Amerikaner fällt beim Frühstück auf. Jeder bringt neben dem Rollkoffer noch bis zu drei weiteren Gepäckstücke, die irgendwo im Speisesaal deponiert werden und alles blockieren. Wir kommen zur Ansicht, dass viele junge Amerikaner nicht gepflegt sind und sich nicht rücksichtsvoll verhalten. Wir verlassen Las Vegas, New Mexico, mit vielen interessanten Eindrücken.

Tecolote

Hier finden wir Spuren der alten Route 66. Sie führte einstmals über den Dorfplatz mit einer schönen im Adobe Stil gebauten Kirche, hinunter zu einer ehemaligen Brücke über den „Tecolote Creek“, von der nur noch die Brückenpfeiler stehen geblieben sind. Diese dienen heute nur noch den Sprayern. Es heisst umkehren und wieder zurück auf die Interstate I-25, die in dieser Gegend die alte Route 66 leider  in viele, teilweise nicht mehr befahrbare Teilstücke zerschnitten hat.

Bernal

Westlich dieses Ortes finden wir ein mehrere Meilen langes Teilstück, das anfänglich noch asphaltiert war dann aber zu einer noch relativ gut befahrbaren Kiespiste wurde. Ein Reiseführer bezeichnet dieses Teilstück als „rough“, das nur von „Route Buffs“ (Fans) befahren werden sollte. Wir zählen uns mittlerweile auch zu denen. Wieder einmal eine enge Unterführungen, die wohl mehr von Sprayern besucht, als von Route 66-Reisenden befahren wird. Schmal aber ohne Probleme, denn die Strasse ist ja trocken. Wir bestaunen die Felsformationen entlang der Strasse und geniessen den Blick auf die Berge.

San Jose

Dies war ursprünglich eine Route 66-Stadt. Heute wird der Ort vom Highway und der Frontage Road umfahren. Hier reizt uns die Suche nach einer alten Kirche und einer 1921 gebauten Stahlbrücke, welche die alte Linienführung beweist. Die Brücke ist schon teilweise zerfallen und als „Damaged Bridge“ abgesperrt ist. Eine bellende Horde Hunde, die uns angreiffen, lassen den Schluss zu, dass dieser Ort nicht von vielen Route-66-Reisenden besucht wird. Mit Blick auf die Hunde und die  nicht unbedingt vertrauenserweckenden Behausungen rundherum packen wir unsere Kamers ein, verzichten auf weitere Aufnahmen und verlassen den Feldweg, der von der alten Route 66 noch übrig geblieben ist.

Pecos

Der Pecos National Historical Park besteht aus Ruinen einer ehemaligen spanischen Mission. Es soll sich um ein einstmals mehrstöckiges Gebäude handeln. Auf einem zwei Meilen langen und schön angelegten Fussweg treffen wir auf ein amerikanisches Paar, das mit einem grossen Wohnmobil während sechs Monaten durch die Staaten reisen. Sie sind wohl eine Ausnahme. Gut hatten wir auf unserer Reise keine Waffen dabei.

Nach einem Picknick beim Park stossen wir kurze Zeit später auf eine zerfallende und teilweise zugenagelte Scheune, die zu den „Pigeon Ranch Ruins“ gehört (Bild .)  Ein wichtiges Gebäude erinnert lieblos und ungepflegt an die Schlacht der Konföderationstruppen im Jahre 1862. Ein Stopp nur für US-Battle Fans. Wir verzichten darauf, weitere Nachforschungen zur amerikanischen Geschichte anzustellen. Wir haben mehr von einem interessanten Gespräch mit einer Postbotin, die eine Verteilstation mitten im „Niemandsland“ bedient.

Cañoncito

Wir finden einen Marker, haben aber offenbar den „Glorieta Battlefield Marker“ verpasst, der mit 7,500 ft (2.286m) den höchsten Punkt der „pre 1937 Route 66″markiert hat. Wir bummeln zur „Nuestra Señora de Luz Church and Cemetery“. Die Kirche ist im National Register eingetragen, der Friedhof ist in den Hügel eingebettet.

Santa Fe

Am späteren Nachmittag erreichen wir die Hauptstadt des Staates „New Mexico“: „La Villa Real de la Santa Fé de San Francisco de Asis, die königliche Stadt des heiligen Glaubens des heiligen Franziskus von Assisi. Die Stadt liegt auf einer Höhe von 7,199 ft (2.194 m) und gilt als älteste und höchstgelegene amerikanische Bundeshauptstadt. Sie zählt gegen 70’000 Einwohner.

Wir checken ein im ersten Haus der Stadt, im „La Fonda Hotel“, mitten im Zentrum. Wir haben uns das extra so ausgesucht. Ein De Luxe Zimmer sollte für uns reserviert sein. Wir erhalten aber ein Upgrade, d.h. zwei Zimmer mit zwei Toiletten. Unmittelbar neben dem Hotel befindet sich die „St. Francis Cathedral“ (Bild 5 und 6) und der Statue „Kateri Tekakwitha“ (Bild 7 und 8)und der „Palace of the Governords“. (Bild 9), dessen Vorderportal für die Ureinwohner reserviert ist, die dort Schmuck, Töpferartikel und andere handgefertigten Artikel verkaufen. Daneben ist die „Santa Fe Plaza“.

Bereits Mitte des 20. Jahrhunderts wurde es zur Pflicht gemacht, jeden Neubau im traditionellen und einheitlichen Baustil zu erstellen, dem „Spanish Pueblo Revival Look“. Erhaltene Gebäude wurden unter Denkmalschutz gestellt und restauriert. Das Ergebnis ist ein Stadtbild, das mit dem keiner anderen Stadt dieser Grösse in den Vereinigten Staaten vergleichbar ist. Am späteren Nachmittag reicht es gerade noch zur letzten Trolley Tour, womit wir einen Eindruck von dieser aussergewöhnlichen Stadt erhalten, die auch als „The City Different“ bekannt ist.

Interessant ist, dass es in Santa Fe 175 Galerien gibt und 1/3 der Einwohner Künstler sind. Die Identifikation der Einwohner mit ihrer Stadt und die grosse Anziehungskraft auf Künstler soll auf der Stadtplanung beruhen. Als Hommage an diese Kulturschaffenden lasse ich einige Bilder auf der Homepage, obwohl diese nicht unbedingt optimal sind, da sie von einem schüttelnden Trolly mit engen Platz- und schlechten Lichtverhältnissen aufgenommen wurden.

Mit dem letzten Bild „Der Teufel vergass seine Karre an der Friedhofstür“ verabschieden wir uns zum Nachtessen im La Plazuela, am Brunnen im Hof des La Fonda Hotels. Das mexikanische Essen war hervorragend, insbesondere die am Tisch zubereitete Avocado Mousse, von der wir noch heute träumen.

Santa Fe hat noch viel mehr zu bieten. Es gibt noch weitere Historische Sehenswürdigkeiten, Märkte, Einkaufsstrassen, Restaurants und natürlich Galerien und Kunst. Wir wollen morgen aber auf einen Ausflug nach Taos und Bandelier. Deshalb für heute einen

Ratschlag des Tages

Wir empfehlen allen Reisenden, die über genügend Zeit verfügen, mindestens zwei volle Tage für diese ausserordentliche Stadt vorzumerken.